19. Juni 2009
US-Gericht verurteilt Kazaa-User zu 1,92 Millionen Dollar!
Filesharern geht es zunehmend an den Kragen! So hatte eine Nutzerin des Downloadportals Kazaa 24 Songs mit anderen geteilt und wurde aufgrund dessen nun zu einer Schadensersatz-Zahlung von 1.92 Millionen Dollar verurteilt.

Das Glück der Jammie Thomas-Rasset ist derzeit wohl im Urlaub, denn das Urteil steht fest und Thomas-Rasset ist zur Zahlung der horenden Summe verpflichtet, sollte die Musikindustrie nicht mehr mit sich reden lassen. Ganz besonders haarsträubend ist dabei die Tatsache, dass es sich bei der Verhandlung bereits um die Zweite des selben Vorwurfs handelte.
Damals wurde Thomas-Rasset zunächst die illegale Downloadfreigabe von 1702 Musikstücken vorgeworfen, welche kurze Zeit später auf nur noch 24 reduziert wurde. Das Urteil belief sich damals auf eine Schadensersatzsumme von 220.000 Dollar wegen illegaler Verbreitung urheberrechtlich geschütztem Materials. Zuvor hatte Jammie Thomas-Rasset jegliche aussergerichtliche Einigung mit der klagenden Recording Industry Association of America, kurz RIAA, abgelehnt.
Natürlich ist selbst dieses Urteil alles andere als Milde, doch das sollte es noch nicht gewesen sein. Michael Davis, der damalige Bezirksrichter des Falls, räumte ein, eventuelle Fehler im bereits gefällten Urteil gemacht zu haben. So zog er dieses vier Monate später wieder zurück, was folglich zu einer völligen Neuverhandlung des Rechtsstreits führte. Das Resultat: Thomas-Rasset hat 1,92 Millionen Dollar Schadensersatz an die Musikindustrie zu Zahlen.
Allem Anschein nach soll jedoch nach wie vor ein eventueller Vergleich zwischen Thomas-Rasset und der RIAA nicht völlig ausgeschlossen sein. Die Verurteilte beteuerte von Anfang an ihre Unschuld und gab an, nicht einmal Mitglied des Downloadportals gewesen zu sein.
1 Kommentar »
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(5 Stimme(n) / Wertung: 4,40 von 5)
Randy Perkins schreibt, am 28. Juli 2009 um 07:36 von
richtig so.
jeder der sich auf illegale weise geistiges eigentum anderer beschafft gehört abgestraft