12. Januar 2010
Microsoft: Verkaufsverbot für Word gestern in Kraft getreten
Gestern, am 11,01.2010 ist das Urteil der US-Richter entgültig in Kraft getreten. Microsoft darf verschiedene Versionen der Bürosoftware Office nicht mehr verkaufen und muss die Anwendung Word deutlich modifizieren.

Microsoft muss nun dringend handeln. In den USA gilt ab dem gestrigen Tag das bereits vor längerem gefällte Verkaufsverbot von Microsoft Office. So sucht der Kunde die Programm Suite momentan größtenteils vergebens. Jedoch stehen ihm in den Vereinigten Staaten durchaus noch einige Versionen zur Auswahl. Microsoft Office Home-and-Student lässt sich problemlos online herunterladen. Lediglich die Versionen “Professional”, sowie die “Professional” Variante der Generation “Office 2003″ wurden vorerst aus dem Handel genommen, bis Microsoft die kritischen Stellen aus dem Code der Suite vollständig entfernt hat.
Gegenstand des Gerichtsstreits waren verschiedene XML-Funktionen der Software. Microsoft wurde hier eine Urheberrechtsverletzung vorgeworfen, worauf hin der Kläger Recht bekam und Microsoft nun seine Produkte teilweise aus dem Handel nehmen muss.
Der Redmonder Konzern Microsoft reagierte jedoch prompt und erklärte in einer Stellungnahme, dass sämtliche Maßnahmen bereits ergriffen worden seien um den gerichtlichen Anordnungen Folge zu leisten. Ferner werde der Konzern die bemängelten Office-Versionen modifizieren und die revidierte Software anschließend wieder auf den Markt bringen. Die Kunden, so Microsoft, würden kaum etwas von den Änderungen im Code wahrnehmen, zusätzlich stünde dem Kunde nach wie vor Test- und Kaufoptionen frei.
Ausserhalb den Grenzen der USA sind sämtliche Versionen der Office-Suite erhältlich. Doch sonderlich viel Zeit, bis sich auch der Amerikaner wieder uneingeschränkt bediehnen kann, soll nicht vergehen. Der Konzern arbeitet auf Hochtouren und verspricht die revidierten Versionen bereits in Kürze fertig zu stellen.
Abgesehen von diesem blauen Auge, droht Microsoft nun zusätzlich noch eine erhebliche Geldstrafe. Die Rede ist hier von ca. 290 Millionen Dollar, die dem Konzern finanziell einen erheblichen Dämpfer verpassen könnten.
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Fabian schreibt, am 28. Januar 2010 um 14:55 von
Ehrlich gesagt finde ich dieses Verkaufsverbot stark übertrieben- meiner Meinung hätte man sich da doch mit einer Geldstrafe oder Ähnlichem einigen können. Teilweise wird es Firmen in Amerika durch die seltsame Gesetzgebung wirklich schwierig gemacht. Zur Abwechslung wäre es schön, wenn Apple auch so einen Dämpfer bekommen würde