9. Februar 2010
Deutsche Post will 20 Cent pro De-Mail berechnen!
Bereits in Kürze ist es amtlich und die rechtsverbindliche E-Mail gehört unter Anderem auch zu den Dienstleistungen der Deutschen Post.

Die Planungen setzen den Start dieses Dienstes bereits auf Mitte des Jahres. Nun benötigt die Post jedoch noch eine Gebühr für diesen Service, der in die Preispolitik des Unternehmens passt. Während andere Konzerne wie beispielsweise 1&1 ihren vorraussichtlichen Preis in der Europäischen Norm ansetzt und 15 Cent pro De-Mail verlangen wird, muss der Kunde der Post hier schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Satte 20 Cent kostet soll der elektronische Brief kosten und wird so lediglich noch vom nordamerikanischen Staat Kanada getoppt, welcher 22 Cent pro rechtsverbindlicher Mail berechnet.
Doch Konkurrenz bekommt die Post garantiert. So stehen potentielle Zusatzdienstleister schon in den Startlöchern. 1&1, zu denen Internetportale wie “gmx” oder “web.de” gehören werden sich allem Anschein nach ebenfalls zu den Anbietern der De-Mail zählen. Ob weitere Unternehmen folgen ist alles andere als ausgeschlossen, wodurch der Preiskampf sicher noch einmal angetrieben wird und auch Beträge unter 10 Cent in Angriff genommen werden.
Nun, die Deutsche Post macht damit nur ein weiteres Mal seinem immer negativer werdenden Image alle Ehre. Der Kunde hofft somit nun auf reichlich Konkurrenz, die es dem ehemaligen Monopolisten möglichst schwer machen diesen hohen Preis zu halten.
3 Kommentare »
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(8 Stimme(n) / Wertung: 3,75 von 5)
CadMen schreibt, am 9. Februar 2010 um 15:23 von
Die Post zeigt uns allen wieder mal ihre Grundsätze.
1. Wir sind stur.
2. Wir sind die Könige der Welt.
3. Wir brauchen euch nicht.
4. Wenn wir kein Geld mehr haben hilft uns schon der Staat.
5. Wir sind beratungsresistent.
Fazit: Bitte viel Kokurenz auf den Markt, und zwingt die Post in die Knie.
Andreas Mueller schreibt, am 12. Februar 2010 um 11:08 von
Auch wenn Post-Bashing in zu sein scheint: Wer zahlt denn die Gehaelter der Angestellten deutlich ueber dem Niveau der Mitbewerber?
Wer selbst bereit ist, auf 30% seines Gehalts zu verzichten, der werfe den ersten Stein.
Dann aber bitte cc an seinen Manager
Agate schreibt, am 12. Februar 2010 um 14:03 von
@ Andreas
Ist das Argument denn nicht ein weiterer Grund dafür eher die Dienste der Konkurrenz in Anspruch zu nehmen und die Post – zumindest wenn möglich – zu meiden? Die Konkurrenz der Post wird stetig größer. Angestellte von Ariva, Hermes, Ups und Co verdiehnen ganz “normal” und müssen nicht auf 1% ihres Gehalts verzichten obwohl ein Teil davon weitestgehend preiswertere Dienste anbietet als der ehemalige Monopolist.
Bei der Post läuft so einiges nicht gerade optimal. Du hast recht, der Verdienst der Post-Mitarbeiter liegt weit unter durchschnitt, die Preise der Post sind allerdings prinzipiell an der oberen Skala angelegt. Irgendwas kann hier also nicht stimmen und die Konkurrenz zeigt indes, dass es auch anders funktioniert.